AG Lebensstil/ Solidarität

Unsere bisher diskutierten „Kernanliegen“ sind
  1. Mein Lebensstil:
    Was kennzeichnet ihn? Wie bin ich dazu gekommen? Was lerne ich im Austausch mit Andern? Was hat für mich Priorität?
  2. Wie kann ich andere gewinnen für einen anderen Lebensstil?
    Beispiel geben, das positiv, gewinnend ausstrahlt – wie kann die Bindung an Bezugsgruppen / Milieus / Kulturen … mit ihren „natürlichen Selbstverständlichkeiten“ überwunden werden? – wie kann der Transfer vom Wissen zur Verhaltensänderung gelingen? (siehe auch Papier „Fünf Ebenen der Veränderung“ nach Otto Scharmer)
  3. Was ist solidarisches Leben?
    Kooperation, Beziehungsreichtum und –fähigkeit, eigenen Bereich bestimmen zwischen Distanz und Nähe – Beispiele des Zusammenlebens in überschaubaren Bereichen / Quartieren – Entwicklung von Achtsamkeit, gewaltfreier Kommunikation (siehe auch Rosenberg oder Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck)
  4. Bestimmung von Bedürfnissen
    Unterscheidung von „needs“ und „wants“ – was sind Grundbedürfnisse? – Unterscheidung von materiellen und anderen Bedürfnissen – Verzicht oder Zugewinn an Glück / Zufriedenheit durch „weniger ist mehr“ / „anspruchsvolle Genügsamkeit“ - gut leben ist besser als viel haben (siehe auch Manfred Neef, Entwicklung nach menschlichem Maß)
  5. Die Crux mit dem ökologischen Fußabdruck und den herrschenden Verhältnissen
    Ich müsste noch wesentlich mehr reduzieren, um das Soll zu erreichen, weiß aber nicht, wie – die Frage nach den vorgegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die dies so schwer machen – die Frage nach dem Zusammenhang von Lebensstil und herrschenden politischen Verhältnissen (kapitalistischer Wachstumszwang) – kann es ein richtiges Leben im falschen geben? – Wie kann ich mich mit anderen darüber verständigen?
  6. „Nicht das Denken ist der Weg zu einer neuen Handlungsweise, sondern das Handeln der Weg zu einer neuen Denkweise“
    Eigentlich ist alles klar, dass es so nicht weitergehen kann – wir brauchen nicht ewig bei der Analyse stehenzubleiben – es gibt Alternativen zum herrschenden Wachstumsparadigma, es gilt, Hoffnungswege aufzuzeigen, Lösungen zu erproben statt faule Kompromisse zu schließen – Aktionen für ein Wachstumsmoratorium durchführen (z.B. gegen Landschaftsverbrauch durch ständig wachsenden Bedarf für Wohnraum und Gewerbeflächen)
  7. Transfer in kommunalpolitisches Handeln, zu Parteien etc.
    Neues Leitbild für Tübingen: Speerspitze einer Politik des Degrowth – Vernetzung mit anderen Projekten, Darstellung auf einer interaktiven Karte – Einflussnahme / Diskussion zu einer Neufassung der Leitlinien für Stadtentwicklung