Wie wollen wir leben?

Unter diesem Titel bietet das LebensPhasenHaus immer am ersten Freitag des Monats Vorträge und Veranstaltungen an.

Am 3. Dezember ab 17 Uhr

sprechen Prof. Dr. Ulrich Brand, Universität Wien und Manuel Haus vom Bürgerprojekt Zukunft Tübingen unter dem Titel "Vom Wollen zum Dürfen - ist ein anderes leben möglich?" darüber, wie weit wir frei sind in den Entscheidungen, uns Klima- und Umweltverträglich und solidarisch zu verhalten. Wie stark sind die Gegenkräfte, und welche sind das? Eien Streamlink finden Sie auf der Seite des LebensPhasenHauses.

In 2022

richten wir zusammen mit Barbara Kley vom LebenPhasenHaus den Blick auf das Werden und Vergehen in den verschiedensten Zusammenhängen. Die Reihe beginnt im Februar. Näheres demnächst hier

Unsere "Generationengespräche" zum Thema "Zurück in die Zukunft?", eine Veranstaltungsreihe mit dem und im Weltethos-Institut:

Unser erstes Generationengespräch: Von Bernd Villhauer moderiert, unterhalten sich der Schüler Emil Gramm, die Geschäftsfrau Barbara Rongen und die Rentnerin und Bewohnerin des Nonnenmacherhauses über das "Essen" und alles, was dazu gehört.

Sie berichten von ihren Erfahrungen vor und wänrend der Corona-Lockdowns und überlegen, was die Zukunft bringen soll. Die Umweltethikerin Dr. Uta Eser stellt diese Wünsche an die Zukunft in den Zusammenhang mit den Nachhaltigkeits-Zielen der UN.

Hier finden Sie das Video zum Generationengespräch "Essen".

In der Zeit der Pandemie wird einerseits immer stärker der Wunsch nach "Rückkehr zur Normalität" laut. Andererseits gibt es viele Stimmen, die angesichts von Klimakrise und Artenschwund ein Umdenken, eine "Neue Normalität" fordern.

Hier gibt es das Video zur Auftaktverastaltung

Das haben wir vor: Gemeinsam mit dem Weltethos-Institut wollen wir ermöglichen, dass durch den Austausch über die jeweiligen eigenen Normalitätserfahrungen und Zukunftswünsche von drei Altersgruppen in den "Generationengesprächen" neue Sichtweisen und Bilder entstehen, die – ausgehend von der Tragfähigkeit der Erde und den Notwendigkeiten globaler Gerechtigkeit - neue Ansätze einer gemeinsamen Zukunftsdiskussion bieten.
An Hand konkreter Themenfelder (Ernährung und ihre Produktionsgrundlagen, Mobilität, Bauen und Wohnen, Handel und Konsum, Arbeit und Freizeit) können die Teilnehmenden miteinander diskutieren, wie ein "neues Normal" im Spannungsfeld zwischen mehr technischen Lösungen und mehr Zurückhaltung in der Lebensweise aussehen könnte, um mit den Herausforderungen der multiplen Krise (Klima, Biodiversität, soziale Spaltung) fertig zu werden.

So soll es gehen: Wir stellen uns vor, dass jeweils drei "interessierte Bürgerinnen und Bürger" aus verschiedenen Lebensaltern und Lebenssituationen sich in einem moderierten Gespräch über ihre Erfahrungen und Zukunftsentwürfe austauschen:

  • wie haben sie die Zeit vor und während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erlebt?
  • Wie wünschen sie sich ihre zukünftige Normalität im jeweils zur Debatte stehenden Themenfeld?

Nach einem fachlichen Input (Welche Probleme sind zu lösen, wo liegen die Grenzen unseres Planeten, welchen Komfort können wir uns gerechterweise leisten?) ist dann Gelegenheit, die verschiedenen Wünsche und Lösungsansätze vor dem Hintergrund der eigenen persönlichen Situation zu diskutieren und mögliche tragfähige Perspektiven zu entwickeln.

Am Mittwoch, den 20 Oktober um 19.00 Uhr fand die Auftaktveranstaltung statt, in der wir die Konzeption vorgestellt und bei Interessierten für eine Teilnahme geworben haben. Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.
Infos zur Veranstaltung gibt es auch auf der Webseite des Weltethos-Instituts
In der Auftaktveranstaltung haben wir uns auch Rückmeldungen und Ideen von den BesucherInnnen geholt, und gezeigt, welche Ideen schon im Zuge einer Aktion der Arbreitsgruppe Lebensstil und Solidarität des Bürgerprojekts gesammelt wurden.

Am Mittwoch, den 17.11. um 19.00 Uhr ist das das erste Gespräch zum Thema Ernährung und ihre Produktionsgrundlagen vorgesehen, jeweils mit einem bzw. einer Teilnehmenden aus den drei Generationen (ca. 18 bis Mitte 20, um die 40 und über 65 Jahren). Am Mittwoch, den 26.01.22 (evtl. auch Donnerstag, 27.01.22) ist das zweite Gespräch zum Thema Bauen und Wohnen vorgesehen.

Wie es weitergeht, wird vom Interesse und den Rückmeldungen abhängen.


Unser offener Brief an OB Palmer

Eine Antwort des Bürgerprojekts Zukunft Tübingen auf seinen Offenen Brief an die Bürgerschaft Tübingens im Schwäbischen Tagblatt zum Ausgang des Bürgerentscheids zur Innnenstadtstrecke der Regionalstadtbahn.

In diesem schreibt er:
"Ich will besser verstehen, was Ihre Erwartungen sind und worin Ihre Kritik besteht, um künftige Weichenstellungen besser vorbereiten zu können. Dafür ist Ihre Hilfe unerlässlich."

Wir im "Bürgerprojekts Zukunft Tübingen - neu denken, anders handeln" sind der Meinung, dass es bei der Ablehnung der Innenstadtstrecke um mehr als nur um die Lösung der Verkehrsprobleme ging. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger (nicht nur) aus den beiden Initiativen Sarchhalde und Aubrunnen sahen schon 2017 die Notwendigkeit, den Umgang mit der begrenzten Fläche und der weit verbreiteten Forderung nach (unbegrenztem) Wachstum (Bevölkerung, Infrastruktur, Verkehr, Wirtschaft, etc.) zu hinterfragen und kritisch zu diskutieren.

Wir sind daher der Meinung, dass nun - in der gewonnenen Zeit nach dem Bürgerentscheid - verstärkt eine breite vorbereitende Diskussion über die Ausrichtung der Stadtentwicklung geführt und in der Folge eine Fortschreibung der Leitlinien für die Stadtentwicklungsplanung durchgeführt werden sollte. Dass dabei auch eine grundlegende Umorientierung hin zu einer Suffizienzpolitik im Hinblick auf Klima- und Ressourcenschutz sowie Artensterben möglich sein muss, halten wir für dringend geboten.
Lesen Sie hier den ganzen Brief des Bürgerprojekts Zukunft Tübingen an OB Palmer,

hier seine Antwort an uns,

unsere Einwände

und seine Antwort hierzu

Was soll bleiben? Was muss werden?
oder: Welche Normalität wollen wir?

Wir sammeln Utopien für morgen
(beziehungsweise die Zeit nach „Covid 19“)

Durch die notwendigen Einschränkungen zur Verlangsamung der Covid19-Ausbreitung sind auch die Aktivitäten im Bürgerprojekt Zukunft Tübingen gerade ausgebremst. Die bereits geplanten Veranstaltungen müssen abgesagt werden, die regelmäßigen öffentlichen Treffen der Gruppen finden bis auf Weiteres nicht statt. Statt dessen gaben die Beschränkungen vielen Menschen

  • Zeit, die Entschleunigung zu genießen und den eigenen Tagesrhythmus zu finden,
  • Zeit, sich der Abhängigkeit von den Menschen bewusst zu werden, deren Tätigkeit wir bis jetzt als selbstverständlich wahrgenommen haben,
  • Zeit, all die Dinge zu tun, die sonst immer liegen bleiben,
  • Zeit, festzustellen, dass der Himmel ohne die vielen Flugzeuge viel blauer ist und die Sterne nachts viel intensiver funkeln,
  • Zeit, die Veränderungen in der Natur durch den Frühling bewusst zu erleben,
aber auch
  • Zeit, beim Einkaufen über den wirklich notwendigen Bedarf nachzudenken,
  • Zeit, sich mit den Chancen und Fallstricken der digitalen Kommunikation und Information vertraut zu machen,
  • Zeit, über Alternativen zu den globalen Abhängigkeiten im Warenverkehr nachzudenken,
  • Zeit, neue Prioritäten der Beschäftigung und der Produktion zu denken,
  • Zeit, Ideen zu entwickeln, wie die positiven Auswirkungen aus dem Krisenmodus in den „Normalzustand“ hinüber gerettet werden können und welche Wege dafür beschritten werden können oder müssen.
Mit der schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen müssen wir fragen, welchen „Normalzustand“ wir eigentlich auf Dauer haben wollen oder auch angesichts der Klimakrise haben können.
Wir möchten mit einer öffentlichen Sammlung von Utopien und Ideen zusammentragen, wie neues Denken und anderes Handeln mit der Rückkehr aus dem Krisenmodus machbar wird. Wir bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger: schicken Sie uns Ihre Gedanken und Vorschläge an
koordination@buergerprojekt-tuebingen.de,
damit wir mit Ihnen zusammen Utopien, Wünsche und Vorschläge aus der Tagesaktualität eines Leserbriefs zu einem längerfristig wirksamen Veränderungsanstoß werden lassen. Ihre Ideen wollen wir deshalb auch, wenn es wieder möglich wird, in einer öffentlichen Veranstaltung diskutieren.

Am 5.April wurde in der SWR 2 Aula der Beitrag „Eine Gesellschaft verändert sich – Was wir aus der Corona-Pandemie lernen können“ gesendet. Wer Lust und eine halbe Stunde Zeit hat, kann sie - auch zum Thema notwendiger Utopien - hier nachhören.

Ist die Ernährung der Weltbevölkerung mit Bio-Landwirtschaft möglich?

Vorschläge, die Landwirtschaft komplett auf "Bio" umzustellen werden oft als unrealistisch und rückwärtsgewandt abgetan.
In der Zeitschrift nature communications hat sich eine Schweizer Autorengruppe mit der Frage auseinander gesetzt, wie eine nachhaltige Ernährung der Weltbevölkerung auf der Grundlage biologischer Landwirtschaft möglich ist.
Ausgehend von dieser Arbeit hat Johann Kuttner als Mitglied der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Natur eine Präsentation mit Erläuterungen erstellt, wie die Situation in Deutschland aussieht und was getan werden müsste, um dieses Ziel zu erreichen.

Masterarbeit zum Thema "Planetare Grenzen auf regionaler Ebene"

Das Konzept der Planetaren Grenzen will zeigen, in wie weit wir mit unserem Wirtschaften die Grenzen der Tragfähigkeit der Erde überschritten haben, bzw. ob es noch Spielraum für weiteres Wachstum gibt. Diese Grenzen sind derzeit aber für die regionale oder kommunale Planung nicht fassbar und können daher auch nicht als Planungsgrundlage dienen.
Die von der Arbeitsgrupep Gewerbe angeregte Ausschreibung durch Prof.Dr.Scholten war erfolgreich: Eine Studentin aus Freiburg hat sich des Themas angenommen Erste Gespräche zur Durchführung haben schon stattgefunden.
Die Masterarbeit soll eine mögliche Herangehensweise ermitteln, ob und wie die Planetaren Grenzen auf regionaler Ebene ermittelt und damit zu einem Planungsinstrument für Kommunen und Betriebe werden können.

Bericht von der Veranstaltung mit Prof Willfried Nobel und Eckart Wizemann:

Am 29. November fand der Vortrag mit Diskussion zum Thema "Böden besser schützen - weniger Flächen verbrauchen" mit Prof. Willfried Nobel und Biolandwirt Eckart Wizemann statt.

Der Flächenverbrauch in Baden-Württemberg ist hoch - zu hoch. Die Siedlungsentwicklung berücksichtigt zu wenig die natürlichen Grundlagen (bis Grenzen) - insbesondere die hohe Qualität der Agrarböden.

Prof. Willfried Nobel zeigte, dass auch in Tübingen viele Bauvorhaben auf Böden der "Vorrangstufe I" geplant sind - den Böden mit der höchsten landwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (siehe die Vortragsfolien). Über diese Böden heißt es in der Flurbilanz der Landwirtschaftsverwaltung:

"Umwidmungen, z. B. als Bauland, Verkehrsflächen, naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen u. a. m., müssen ausgeschlossen bleiben".
Allerdings ist dies keine rechtlich wirksame Vorgabe!

Willfied Nobel zeigte auch, dass die Umnutzungen durch Bautätigkeit gerade auch im Landkreis Tübingen und auf Tübinger Markung speziell zu Lasten der landwirtschaftlichen Flächen gehen. Wir verlieren damit immer mehr unserer Lebensgrundlagen, sowohl, was die Ernährung anbetrifft, als auch bezüglich der ökologischen Leistungen. Insbesondere für landwirtschaftliche Betriebe ist dies ein Problem, da sie unterhalb einer bestimmten Flächengröße nicht mehr wirtschaftlich sind. Eine Aufgabe kleinerer Betriebe jedoch führt, wie Eckart Wizemann anschaulich darstellte, zu weiterer Konzentration und damit zur Intensivierung der Bewirtschaftung mit allen negativen Folgen für die Biodiversität.

Damit stellt sich die Frage, in wie weit es noch verantwortbar ist, Böden weiterhin "umzuwidmen" und sie so ihrer Funktion als Produktionsfläche und Lebensraum zu berauben.

Lesen Sie hier mehr!

Bericht vom Diskurs mit OB Palmer

Über 100 Interessierte aller Alterstruppen kamen zu unserer Veranstaltung mit OB Boris Palmer über seine "10 Punkte für ein Klimaneutrales Tübingen 2030".
Im Gegensatz zu OB Palmer, für den sich "Klimaneutralität" in der Umstellung der Tübinger Energieversorgung und Mobilität auf erneuerbare Energien erschöpft, wollen wir im Bürgerprojekt auch den privaten Konsumvon Gütern, die von ausserhalb Tübingens stammen, private Gebäudeheizung mit "importierten" Energieträgern, Stromverbrauch für Cloudcomputing etc. berücksichtigt wissen. Hierzu ist ein ganzheitlicher perspekltivischer Ansatz notwendig, der auch die fundamentalen Lebensgrundlagen wie Wasser und Boden einbezieht.

Lesen sie hier unser Berichtsprotokoll von der Veranstaltung

Für unsere Veranstaltungen benötigen wir ebenso weitere Finanzmittel, wie für Kopien und Kleinmaterial. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende! jetzt spenden auf gut für Neckaralb

Informieren Sie sich hier über oder...